Oft denke ich an Vietnam. An meine Reisen in die Provinz Ha Gian im äußersten Norden Vietnams.
Es ist schwierig, dort hinzureisen. Und es dauert lange. Zwei Tage lang gurken wir von Hanoi über buckelige Straßen und kurvige Bergpässe bis nach Hoang Su Phi, einem wunderschönen Tal. Hier, wo der Reisanbau nur per Wasserbüffel funktioniert und wo noch per Hand geerntet wird. Hier, wo man erkennt, wie wertvoll jedes einzelne Reiskorn eigentlich ist.
Am Straßenrand gackern nicht nur Hähne und Küken, es flitzen auch jede Menge Schweinchen frei herum. Hier wird noch direkt an der Straße Fleisch verkauft! Natürlich ungekühlt, aber sicherlich Bio und garantiert frisch. Was dort auf den Verkaufstisch gelegt wird, wird kurz darauf im Wok gebraten. Ich denke an unsere Abende in einem winzigen Lokal im Ort, wo für uns jedes Mal gekühltes Hanoi Bier und frisch geröstete Erdnüsse bereitstehen. Und wo wir jedes Mal versumpfen. Hinter uns dampft und brutzelt der Wok und Knoblauchwolken breiten sich über uns aus. Geschmeckt hat es wie in einem Sternerestaurant. Auch wenn wir auf winzigen und wackeligen Plastikstühlchen saßen und hinter uns der Fernseher röhrte. Egal. Wir fühlten uns wie im Himmel!
Ein klein wenig schmeckt dieses Gericht nach Hoang Su Phi: Schweinefleisch mit viel Ingwer und gerösteten Erdnüssen.



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